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7. Juli 2021

Lesung & Gespräch mit Sineb El Masrar vom 21.06.2021

Am Montagabend, den 21.06. wurde online der Autorin Sineb El Masrar zugehört. Sie hat für die 20 Teilnehmenden aus ihrem zweiten Buch „Emanzipation im Islam – eine Abrechnung mit ihren Feinden“ gelesen.

Schwerpunktmäßig ruft Frau El Masrar in ihrem Buch dazu auf, dass muslimische Frauen sich endlich gegen das Patriarchat auflehnen sollen. Sie sagt, dass Privilegien keine Rechte sind und jede Frau sich nehmen soll, was ihr zusteht. Sie ist sich allerdings auch der Tatsache bewusst, dass nicht jede Muslima einfach für sich einstehen kann und bestehende Strukturen durchbrechen kann. Die männliche Dominanz muss in Frage gestellt werden. Projekte wie beispielsweise das deutschlandweit durchgeführte HEROS, welches für junge Männer mit Migrationsgeschichte entwickelt wurde, um über Geschlechterrollen, Sexualität, Ehre und viele weitere Themen zu sprechen, sind ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, so El Masrar.

Auf Rückfragen aus dem Publikum ging sie ausführlich ein und erklärte, dass sie selber konservativ muslimisch erzogen wurde und den Islam auch heute noch aktiv praktiziere. Ihren Eltern war und ist es wichtig, dass sie den Koran lesen und verstehen kann, dennoch ist sie als Feministin frei in ihren Ansichten. Obwohl sie als einzige in der Familie kein Kopftuch trägt werden ihre Ansichten und Meinungen völlig selbstverständlich von der Verwandtschaft angenommen und geschätzt. Das trifft noch immer auf viele muslimische Frauen nicht zu. Sie berichtet, dass sie mit mehreren Frauen der dritten Generation gesprochen und erfahren hat, dass diese immer noch zwangsverheiratet werden. Für Frau El Masrar braucht es daher unbedingt einen ehrlichen und offenen Dialog. Probleme müssen beim Namen genannt werden, denn nur so können sich Ansichten und ganz besonders die Zukunft verändern. Mit einem Lächeln im Gesicht stimmte sie der Aussage zu, dass es, um das Patriarchat zu zerschlagen, Eltern wie ihre brauche.

Die Veranstaltung fand im Zuge der Internationalen Woche der Stadt Dortmund in Kooperation zwischen der Auslandsgesellschaft e.V. und dem Planerladen e.V. statt.
Diese Veranstaltung wird im Rahmen des Projektes INKLUDO+ PLUS aus Mitteln des AMIF der EU finanziert.